ZUKUNFT GESTALTEN im Kooperationsraum 2

Das ist ein Test für den Bereich KO 2

Unsere Hauptamtlichen im KO 2

Das ist zumindest ein großer Teil der hauptamtlichen Theologinnen und Theologen aus den Gemeinden des Kooperationsraumes 2. Von links nach rechts: Pfarrer Arndt Menze, Gnadenkirche, Pfarrer Andreas Hirschberg, Ev. Kirchengemeinde Roxel mit Albachten und Bösensell, Pfarrer Dr. Oliver Kösters, Ev. Kirchengemeinde Havixbeck mit Nienberge, Pfarrerin Nele Kaiser, Ev. Thomasgemeinde, Gemeindepädagoge Friedrich-Raik Harder, Ev. Thomasgemeinde und Pfarrer Thomas Ehrenberg, Ev. KG Havixbeck mit Nienberge; auf dem Bild fehlt Martha Nooke, Pfarrerin der Johanneskirchengemeinde in Mecklenbeck.

Wir bringen die Kooperation auf den Weg

"Gesegnet gehen" als Wegmarke gemeindlicher Kooperation

Das war ein lebendiger und mutmachender Gottesdienst. Etwa 140 Menschen aus den Gemeinden des Kooperationsraumes "zwischen Aasee und Baumberge" trafen sich an Christi Himmelfahrt in der evangelischen Kirche in Havixbeck.

 

Ein vielstimmiger Projektchor unter der Leitung von Elke Schönfeld-Terhaar und die Band JaCombo bereicherten den Gottesdienst mit Liedern wie "Aufstehn, aufeinander zugehn" das den Prozess der Kooperation klangvoll beschreibt.

Das Motto des Gottesdienstes "Gesegnet gehen" ist tief in der biblischen Tradition verwurzelt und drückt die Idee aus, unter Gottes Schutz, Führung und Verheißung zu leben. Er ruft uns dazu auf, mit Vertrauen, Liebe und ethischer Orientierung den Weg zunehmender Kooperation der Gemeinden zu beschreiten, um gemeinsam Zukunft gut gestalten zu können. Gewohntesw geht nicht mehr weiter, Neues ist noch nicht geklärt, Visionen noch unscheinbar am Horizont. Da ist der Segen Gottes umso notwendiger.

Gemeinsamer Gottesdienst an Christi Himmelfahrt

Es geht voran in der Kooperation

 

Am 6. Februar fand in Havixbeck ein erstes Treffen der Presbyterien der vier Gemeinden statt, die im Kooperationsraum 2 zusammenarbeiten. Kennenlernen und die Diskussion von Herausforderungen standen im Mittelpunkt des Austausches.

Erstes Treffen der Presbyterien

Kirche geht weiter – zum Glück auch mit anderen zusammen

Martha Nooke stellt sich vor

 

Wenn ich, Martha Nooke, auf die Kirche schaue, dann denke ich selten zuerst an Gebäude oder Strukturen. Eher an Menschen, an Begegnungen mit suchendem Blick in den Himmel, an Ehrenamtliche mit tausend Ideen und an die kleine Hoffnung, dass Kirche auch morgen noch ein Ort sein kann, an dem die Menschen etwas von Gott und vom Leben entdecken.

Gleichzeitig verändert sich Kirche gerade spürbar. Vieles wird kleiner, manches komplizierter – und manchmal verabschiedet sich sogar die letzte funktionierende Kaffeemaschine im Gemeindehaus.

 

Vielleicht ist genau das die Chance, neu zu überlegen, was wirklich wichtig ist: Kräfte bündeln, Ideen teilen und gemeinsam unterwegs zu sein, statt allein am eigenen Kirchturm festzuhalten.

Seit April 2024 bin ich als Pfarrerin in der Johannes-Kirchengemeinde tätig und erlebe gerade in der Zusammenarbeit im Raum 2, wie aus Veränderungen auch neue Möglichkeiten entstehen können. Denn wer nur darauf schaut, was nicht mehr geht, übersieht leicht, was plötzlich möglich wird. Kirche verändert sich. Das tut sie übrigens seit ungefähr 2000 Jahren ziemlich zuverlässig. Aber eines scheint mir sicher: Sie geht weiter.

 

Wer ich bin und wo ich herkomme

Mein Blick auf Kirche kommt natürlich nicht aus luftleerem Raum, sondern hat viel mit meinem eigenen Weg zu tun. Deshalb noch ein paar Worte darüber, wer ich bin und woher ich komme.

Geboren wurde ich 1984 in Leipzig, aufgewachsen bin ich in Berlin-Mitte, mit einem Fuß immer auch in der Lausitz. Vielleicht schaue ich wegen meiner Ost-Sozialisierung etwas gelassener auf die Austrittszahlen. Kirche hört nicht auf, nur weil Strukturen kleiner werden. Sie sieht dann nur anders aus. Manchmal sogar ehrlicher.

Theologie habe ich in Berlin und Münster studiert. Nach einem Praktikum an der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom arbeitete ich 10 Jahre als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kirchengeschichte an der Universität Münster. Gemeinsam mit Studierenden ging es quer durch alle Epochen der Kirchengeschichte.  Mein Vikariat führte mich nach Warendorf, Religion unterrichtete ich an der Gesamtschule Münster Mitte. Mit meinem Mann Christoph, Pfarrer an der Apostelkirche – manche kennen ihn sicher noch aus seinem Vertretungsdienst in Roxel und Albachten –, und unseren beiden Kindern lebe ich sehr gerne in Münster.

 

Für eine Theologie und Kirche, die nicht aus der Zeit gefallen sind

Wichtig sind mir eine Theologie und eine Kirche, die nicht wirken, als hätten sie irgendwann in den 90ern beschlossen, sich nicht mehr weiterzuentwickeln. Ich feiere Gottesdienste mit Freude am theologischen Nachdenken und Ausprobieren.  Unsere Liturgie schätze ich sehr – und gleichzeitig reizen mich neue Formate. Mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, macht mir großen Spaß. Mit den Konfis kleben wir zum Reformationstag auch mal „Neue Worte für die Kirche“ an die Wand und diskutieren darüber, wofür Kirche eigentlich da ist. Manchmal habe ich ein paar Ideen – und dann freue ich mich über Menschen, die Lust haben, zusammen was auszuprobieren. Das klappt nicht immer. Aber wo wären wir gelandet, wenn in der Kirche nie jemand was gewagt hätte?

Martha Nooke

 

Pfarrerin der Johannes-Gemeinde

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